Sonderausstellung Aber Hallo!

Aber Hallo!

Geschichten und wahre Begebenheiten aus Wals-Siezenheim

Hinter jedem Objekt steht eine Geschichte, die es zu entlocken gilt. Dies ist die Idee, die zur neuen Sonderausstellung „Aber Hallo! Geschichten und wahre Begeben­heiten aus Wals-Siezenheim“ geführt hat.

Oftmals ist man überrascht, welche Informationen hinter einem historischen oft einfachen Objekt stecken. Im Fokus stehen Persönlichkeiten, Sagen, Gegenstände und Fotoaufnahmen, die den Besucher:innen ein „Mehr“ an Einblicken in die Vergangenheit der Gemeindegeschichte bieten.

360° Rundgang

Antike Spielsachen

Antike Spielsachen
Puppenküchen

Lirum, larum, Löffelstiel

Puppenküchen begeistern Kinder bereits seit mehr als 250 Jahre. Zu Beginn waren es handwerklich gefertigte Einzelstücke für Mädchen gut situierter Gesellschafts­schichten. Die ersten Puppenküchen waren Bestandteil von großen, aufwendig ausgestatteten Puppenhäusern.

Nach 1750 wurde die Puppenküche als eigenständiger Bereich herausgenommen, da dieser Teil des Hauses den interessantesten und höchsten Spielwert hatte. In der Küche tut sich immer was! Die serielle Produktion der Puppenküchen setzte Mitte des 19. Jahrhunderts ein. Um den Verkaufspreis niedrig zu halten, gab es auch zahlreiche Sparversionen, zum Beispiel Winkelküchen mit zwei Wänden und wenig Hausrat.

Es wurden aber weiterhin viele einfache Exemplare im Eigenbau oder durch Tischlerhand gefertigt. Entsprechend detailliert und vielfältig war das Küchenzubehör und die technischen Gerätschaften, die die Ausstattung realer Küchen widerspiegelte. Die Materialen für Puppenküchen-Zubehör waren hauptsächlich Aluminium, Weißblech, Schwarzblech, Draht, Emaille, Glas, Holz, Kunststoffe, Kupfer, Messing, Porzellan, Ton und Zinn.

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Antike Spielsachen
Kinderzimmer

Es rattert und knattert im Kinderzimmer aus der Sammlung Karin Gugg

War es für lange Zeit eher ruhig beim Spielen im Kinderzimmer, kommt mit der Firma Fisher Price Bewegung und Geräusch in das Spielzeug der Kinder. Spielsachen begannen beim Spielen zu rattern, zu knattern, zu klappern, zu rasseln, zu scheppern und zu klackern.

Die Firma Fisher-Price wurde 1930 von Herman Fisher, Irving Price und Helen Schelle gegründet. Herman Fisher war maßgeblich an der Entwicklung vieler Neuheiten in der Spielzeugindustrie beteiligt und konnte Fisher-Price zum weltweit größten Hersteller von Vorschulspielzeug ausbauen. Seit den frühen 1930er Jahren wurden über 5.000 verschiedene Spielzeuge entworfen.

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Das Plastik­sackerl

Was kann ein Plastiksackerl als Alltags- und Wegwerfgegenstand schon für eine Ausstellung hergeben? Mehr als man vielleicht denkt. Schaut man hinter die Kulisse des vorrangig als Umweltsünder wahrgenommenen Objekts, kann man es auch als kurioses Zeitdokument und Werbemedium mit grafischem Anspruch, eine Fülle von Motiven und Schriften und Aussagekraft, entdecken.

Entstanden ist das Plastiksackerl zeitgleich mit den Supermarktläden Ende der 1950er Jahre. Mit den Selbstbedienungsgeschäften, die den Tante-Emma-Laden, den Krämer oder den Greißler im Laufe der Zeit ablösten. Die fertig abgepackten Produkte kamen zuerst noch in den Einkaufskorb und nach und nach öfter in das Einkaufssackerl aus Plastik vor Ort angeboten. Die Supermärkte nutzten schon früh die Möglichkeit auf dem Sackerl Werbung mit attraktiven, ansprechenden Präsentationen für ihr Geschäft zu machen. Plastiksackerl wurden modern und fanden Anklang bei den Kunden. Für die Schutzhülle des Fahrradsitzes, als Müllsack oder als Kinderrutschspaß im Winter beliebt, muss seit dem Jahr 2020 eine Alternative gefunden werden. Seither gilt in Österreich ein Verbot von nicht-abbaubaren Plastiksackerln.

In der Ausstellung sind auch Plastiksackerl von Salzburger Traditionsgeschäften zu sehen, die es nicht mehr gibt, aber bei so manchem frühere Einkaufserinnerungen wecken. Der wohl bekannteste Plastiksackerl-Liebhaber war der österreichische Opernkritiker Marcel Prawy, der seine umfangreiche Sammlung von Musikdokumenten, Handschriften und Noten-Originalen in Plastiksackerl archivierte. Der berühmteste „Billa-Sackerl-Nutzer“ Österreichs, lebte mit seinen rund 2.000 Plastiksackerln unter anderem auch als Dauergast im Hotel Sacher in Wien.

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